IESBA Code of Ethics: Definitionen von Prüfungsteam und Konzernabschlussprüfung

Das IDW äußerte sich zu den Vorschlägen des International Ethics Standards Board for Accountants (IESBA), die Definitionen der Begriffe Prüfungsteam und Konzernabschlussprüfung im Ethik-Kodex zu ändern.

Mit diesen Änderungen möchte IESBA den Ethik-Kodex an entsprechende Definitionsänderungen des International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) in dessen jüngst veröffentlichten Qualitätsmanagementstandards und ISA angleichen. Das IDW äußerte die Sorge, dass diese Änderungen die praktischen Auswirkungen vernachlässigen, die sich bei zukünftigen Abschlussprüfungen oder Assurance-Leistungen ergeben, wenn diese eine Nachhaltigkeitsberichterstattung inklusive der Wertschöpfungsketten betreffen. Entsprechende Bedenken hatte das IDW bereits in seinem Schreiben an das IAASB zu ISA 600 geäußert.

Weitere Überarbeitungen sollen die Anwendung des IESBA Kodex auf alle Beteiligten einer Konzernabschlussprüfung klären. Hierbei sehen die geplanten Änderungen von IESBA vor, dass ein Teilbereichsprüfer, der nicht Teil des Netzwerkes des Konzernabschlussprüfers ist, verpflichtet ist, die für Unternehmen von öffentlichem Interesses (PIE) geltenden ethischen Anforderungen in allen Handlungen bei der Konzernabschlussprüfung zu beachten, auch wenn die Tochtergesellschaft ein Non-PIE ist, aber die Muttergesellschaft ein PIE ist. Dies hätte, so befürchtet das IDW, bedeutende Auswirkungen auf den Prüfermarkt.

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