Entbürokratisierung: Trendwatch Positionspapier mit Impulsen zur Entlastung der Unternehmen in Deutschland
In seinem neuen Trendwatch-Positionspapier stellt das IDW ausgewählte Ansätze aus verschiedenen Rechtsbereichen und Branchen vor, die einen Beitrag zur Bürokratieentlastung der Unternehmen leisten können. Neben Maßnahmen, die allein das nationale Recht betreffen, werden auch Maßnahmen aufgeführt, die eine Änderung von EU-Recht erfordern.
Hintergrund ist der (nicht ganz neue) Befund, dass ineffiziente oder unnötige Regulierung erhebliche Kosten bei den Unternehmen verursacht. Dies schmälert die Produktivität und wirkt aufgrund der Einschränkung der Handlungsfreiheit innovations- und wachstumsfeindlich zu Lasten des volkswirtschaftlichen Wohlstandes. Der zusätzliche Wettbewerbsdruck aufgrund veränderter geopolitischer Rahmenbedingungen gibt dem Thema eine zusätzliche Priorität.
In Politik und Gesellschaft besteht ein weitreichender Konsens über diesen Befund. Allein die Umsetzung bereitet Schwierigkeiten. Es ist die Summe gesetzlicher Regelungen, Verordnungen oder sonstiger untergesetzlicher Normen wie Verwaltungsvorschriften, die für einzelne Unternehmen erdrückend wirkt. Ohne eine Kosten-/Nutzenanalyse einzelner Regulierungen wird Bürokratieabbau nach Ansicht des IDW daher letztlich nicht erfolgreich sein. Vor diesem Hintergrund hat das IDW unter anderem basierend auf Vorschlägen der IDW Fachausschüsse und einer gemeinsamen Diskussion der Vorsitzer dieser Fachausschüsse einige ganz konkrete Ansätze für Entlastungen erarbeitet. Der Anspruch kann nicht sein, dass die Vorschläge für sich genommen zu einer Entfesselung der Wirtschaft führen. In der Gesamtheit können sie aber einen merklichen Beitrag leisten.
- Zum Positionspapier: Entbürokratisierung (Trendwatch Positionspapier)