17.09.2026

Auftakt zum 6. IDW Jahreskongress: Vertrauen stärken, Perspektiven wechseln 

Unter dem Leitmotiv „Vertrauen und Perspektivwechsel“ ist der 6. IDW Jahreskongress in München gestartet. Im Opening diskutierten hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Berufsstand über Europas Rolle in einer unsicheren Welt, gute Governance und die Zukunft der Wirtschaftsprüfung.

Mit dem Opening ist heute der 6. IDW Jahreskongress in München gestartet. Unter dem Leitmotiv „Vertrauen und Perspektivwechsel“ diskutieren Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfer gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik über die Herausforderungen einer Welt im Wandel und die Rolle des Berufsstands bei der Schaffung von Vertrauen und Orientierung.

Den Auftakt gestaltete Sigmar Gabriel, Bundesaußenminister a.D. und Vorsitzender der Atlantik-Brücke. In seiner Keynote zur Rolle Europas in einer zunehmend unbequemen Welt ordnete er die aktuellen geopolitischen Entwicklungen ein und sprach über die Bedeutung wirtschaftlicher und politischer Handlungsfähigkeit für Deutschland und Europa. Dabei betonte er die Notwendigkeit von Führung und Orientierung in einer Zeit grundlegender Veränderungen.

Anschließend diskutierte Melanie Sack, Vorstandssprecherin des IDW, mit Prof. Dr. Peter Henning, Honorarprofessor an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Managing Partner von LILIE-5 Rechtsanwälte, sowie Dr. Nicolas Peter, Vorsitzender des Aufsichtsrats der BMW AG, über die Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Abschlussprüfer. Im Mittelpunkt standen die Bedeutung von Vertrauen, professioneller Distanz und offener Kommunikation für eine wirksame Corporate Governance. Zudem wurde die Rolle des Abschlussprüfers als kritischer Sparringspartner des Aufsichtsrats sowie die Bedeutung von Risikoorientierung, Branchenexpertise und kontinuierlichem Austausch hervorgehoben.

Einen weiteren Schwerpunkt bildete die von Melanie Sack moderierte Paneldiskussion zu Chancen und Herausforderungen von Private Equity in der Wirtschaftsprüfung. Mit Daniela Mattheus, Aufsichtsratsvorsitzende der JENOPTIK AG, Herman Klein Wassink von Perspective Financial Services, Thomas Ziegler, Geschäftsführer der INTARIA GmbH WPG/StBG, und Dr. Ferdinand Rüchardt, Vorstand von Ecovis, diskutierten Vertreter unterschiedlicher Perspektiven über die Auswirkungen neuer Beteiligungsmodelle auf den Berufsstand. Dabei wurde die Bedeutung einer sachlichen Debatte ebenso betont wie die Notwendigkeit, Vertrauen und berufsrechtliche Grundprinzipien auch unter veränderten Marktbedingungen zu sichern.

Den Abschluss des Openings bildete ein Vortrag von Melanie Kreis, Finanzvorständin der DHL Group. Sie beleuchtete die Herausforderungen bei der Finanzsteuerung in einer unsicheren Welt, vor denen Unternehmen von geopolitischen Krisen und daraus resultierenden Unsicherheiten stehen.

Auch am Nachmittag sowie am zweiten Kongresstag stehen zahlreiche Fachveranstaltungen und Group Sessions auf dem Programm. Dabei werden aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Rechnungslegung, Nachhaltigkeit, Steuern, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz diskutiert.

Wir wünschen allen Teilnehmenden einen erfolgreichen Kongress und anregende Diskussionen!

Impressionen von vor Ort gibt es auf dem LinkedIn-Kanal des IDW und unter #IDWJK26.