Sieben Punkte für Europa und gegen die globale Irrelevanz 09.05.2019

Die Einheit Europas ist einer der größten Erfolge der jüngeren Geschichte. Im Jahr 2018 lag beispielsweise das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland bei vier Billionen US-Dollar, in China bei 13,4 Billionen US-Dollar und in den USA bei 20,5 Billionen US-Dollar. Die Europäische Union (EU) erwirtschaftete in demselben Zeitraum
18,8 Billionen US-Dollar.

Der Vergleich verdeutlicht einen der vielen Erfolge der Europäischen Union in einer globalisierten Welt, in der Einzelstaaten nicht groß genug sind, um sich allein gegen die Wirtschaftsmächte anderer Regionen zu behaupten. Deshalb fordert das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) in seinem Positionspapier eine engere Zusammenarbeit in Europa. Denn das beste Mittel gegen die drohende globale Irrelevanz einzelner Staaten sei die Stärkung des gemeinsamen Integrationsprojektes Europa im institutionellen Rahmen der EU.

Das IDW fordert u.a. die gemeinsame Erarbeitung einer Wachstumsstrategie und den Erhalt einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft. Auch Zukunftsthemen wie Biotechnologie, Digitalisierung, Forschung und Entwicklung müssen systematisch besetzt und gestaltet werden. Nachhaltigkeit muss stärker mit wirtschaftlichen Aspekten kombiniert werden.

"Europa muss weiter zusammenwachsen und entschlossen nach innen handeln sowie als starke Einheit nach außen auftreten. Nur so können wir sicherstellen, dass Europa auch zukünftig erfolgreich sein wird. Jede Generation – über alle Nationen hinweg – muss von der Idee Europa überzeugt werden und wissen wofür Europa steht," sagt Klaus-Peter Naumann, Sprecher des IDW Vorstands.