Nichtfinanzielle Berichterstattung

Die Berichterstattung von Unternehmen besteht heutzutage nicht ausschließlich aus der klassischen Finanzberichterstattung. Vielmehr werden national und international zunehmend auch nicht-finanzielle Berichtsinhalte gefordert.

CSR - Corporate Social Responsibility - bezeichnet die Verantwortung von Unternehmen für ihre Auswirkungen  auf die Gesellschaft:

Es geht um die nichtfinanzielle Berichterstattung über Arbeitnehmer-, Sozial- und Umweltbelange, die Achtung der Menschenrechte und die Korruptionsbekämpfung.

Dies sieht die europäische CSR-Richtlinie vor.

Betroffene Unternehmen

Betroffen sind große, börsennotierte Unternehmen, Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen mit mehr als 500 Arbeitnehmern.

Im Lage- bzw. Konzernlagebericht oder in einem gesonderten nichtfinanziellen Bericht müssen sie ihre wesentlichen Risiken bei CSR-Belangen darstellen und angeben, welche Konzepte sie hierbei verfolgen.

Umsetzung in Deutschland

In Deutschland ist die Richtlinie mit dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz vom 11.04.2017 umgesetzt worden (BGBl. I, 18.04.2017, S. 802). Das Gesetz gilt größtenteils bereits für Geschäftsjahre von Unternehmen, die ab dem 01.01.2017 beginnen.

Beteiligung des IDW

Das IDW hat sich mit mehreren Schreiben in das Gesetzgebungsverfahren eingeschaltet. Die Bundesregierung hat in ihrem Entwurf zahlreiche Anmerkungen aus der IDW Stellungnahme zum Referentenentwurf berücksichtigt. Der Regierungsentwurf hat dadurch im Vergleich zum Referentenentwurf deutliche Verbesserungen erfahren.

Prof. Dr. Naumann

Prof. Dr. Naumann im Interview

Wie soll der Aufsichtsrat mit den nicht-finanziellen Leistungsindikatoren eines Unternehmens umgehen? Warum soll die CSR-Richtlinie nur für kapitalmarktorientierte Unternehmen gelten? Und was sind die wichtigsten Vorschläge des IDW? Dazu äußert sich der Vorstandssprecher des IDW, Prof. Dr. Klaus-Peter Naumann, im Interview. Zum Video

(veröffentlicht am 05.12.2016, Director's Channel)