Durchführung von Qualitätskontrollen in der Wirtschaftsprüferpraxis 20.07.2017

Ziel des neuen IDW PS 140 und des dazugehörenden IDW PH 9.140 ist es, die Anforderungen der geänderten WPO und der Satzung für Qualitätskontrolle für den Wirtschaftsprüfer zu konkretisieren.

IDW PS 140 betont eine qualitätsrisikoorientierte Vorgehensweise, wenn es darum geht, die Angemessenheit und Wirksamkeit der Regelungen zu beurteilen, mit denen die Qualität in der zu prüfenden WP-Praxis gesteuert und überwacht wird; dazu zählen die allgemeine Praxisorganisation, die Auftragsabwicklung und die Nachschau. Der Prüfer für Qualitätskontrolle muss den Prozess verstehen, mit dem das Qualitätssicherungssystem eingerichtet, überwacht und durchgesetzt wird, um die Risiken als Grundlage der Qualitätskontrolle festzustellen. Bei der Festlegung von Art, Zeitpunkt und Umfang der weiteren Prüfungshandlungen konzentriert sich der Prüfer auf die Risiken wesentlicher Mängel, d.h. auf die konkrete Gefahr, dass die beruflichen Leistungen der Praxis nicht mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Anforderungen übereinstimmen.

Das Ergebnis seiner Tätigkeit fasst der Prüfer für Qualitätskontrolle in Form einer negativ formulierten Gesamtaussage zum Qualitätssicherungssystem in einem Qualitätskontrollbericht zusammen.

Der überarbeitete IDW Prüfungshinweis zur Durchführung der Qualitätskontrolle (IDW PH 9.140) beruht auf der stärkeren Risikofokussierung der Qualitätskontrolle, wie sie in IDW PS 140 erläutert wird. Der Prüfungshinweis ist ein Hilfsmittel zur Durchführung der Qualitätskontrolle und stellt keine vollständig zu bearbeitende Checkliste dar. Die insgesamt fünf Anlagen geben dem Prüfer für Qualitätskontrolle sowie der geprüften Praxis Hilfestellung für die Vorbereitung und Planung der Qualitätskontrolle sowie für die Beurteilung der Angemessenheit und Wirksamkeit des Qualitätssicherungssystems.

Beide Verlautbarungen werden in Heft 8/2017 der IDW Mitgliederzeitschrift IDW Life abgedruckt werden.