WPg 9.2021, S. 577

Zur Bedeutung von Validierungsgrundsätzen für Ersteller und Abschlussprüfer
Von WP Michael Bär und WP Karina Ludwig

Schätzungen spielen in der Rechnungslegung von Unternehmen aller Branchen und für eine Vielzahl von Bilanzposten eine zentrale Rolle. Angesichts von Neuerungen in den (inter-)nationalen Rechnungslegungsanforderungen greift der folgende Beitrag das Beispiel der Kreditrisikomodellierung bei Kreditinstituten zur Schätzung der erwarteten Verluste aus dem Kreditgeschäft auf. Aufgrund der hohen Bedeutung valider Schätzungen werden Validierungsgrundsätze herausgearbeitet. Auf dieser Basis richtet sich der Blick auf das Wechselspiel zwischen den Aufgaben des Bilanzierenden und den Anforderungen an den Abschlussprüfer. Am Beispiel der besonderen Herausforderungen in der Corona-Krise werden schließlich die Grenzen einer Validierung aufgezeigt und Handlungsempfehlungen abgeleitet. Der Beitrag richtet sich an Abschlussersteller, Abschlussprüfer sowie im Rahmen der Abschlussprüfung eingesetzte Spezialisten mit dem Ziel, ein einheitliches Verständnis unter den Beteiligten zu schaffen.