WPg 6.2019, S. 346

Neues zur strafrechtlichen Bekämpfung der Geldwäsche
Von RA Tobias Gans

Die EU hat am 12.11.2018 eine Richtlinie zur Vereinheitlichung der strafrechtlichen Verfolgbarkeit von Geldwäschehandlungen veröffentlicht, die binnen 24 Monaten in nationales Recht umzusetzen ist. In Deutschland ist davon vor allem der Geldwäschetatbestand des § 261 Strafgesetzbuch betroffen. Unter anderem bedeutet dies, dass etwa Wirtschaftsprüfer, Notare und Rechtsanwälte künftig härter für berufsbezogene Geldwäschehandlungen bestraft werden können. Im Übrigen halten sich die praktischen Auswirkungen jedoch in Grenzen, da die aktuelle deutsche Gesetzeslage den europäischen Neuregelungen im Wesentlichen bereits entspricht.