WPg 4.2021, S. 208

Zur Prüfung der Prognoseberichterstattung bei KMU (IDW PS 350 n. F.)
Von WP Thomas Schorn, M.Sc., und WP StB Daria Babicheva, B.Sc.

Der Prognose- und der Chancen- und Risikobericht unterscheiden sich von den übrigen Teilen des Lageberichts durch ihren Zukunftsbezug. Damit geht eine gewisse Unsicherheit einher, die in der Prognoseberichterstattung berücksichtigt werden muss. Die COVID-19-Pandemie zwingt viele
Unternehmen dazu, umfangreiche Maßnahmen zu treffen, um auch künftig erfolgreich zu sein. Insoweit kommt der einer Prognose immanenten Unsicherheit eine noch größere Bedeutung zu. Die Aufstellung und Prüfung des Prognoseberichts bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) ist komplex, zum einen aufgrund der gesetzlichen Vorschriften und der umfangreichen Anforderungen von DRS 20, zum anderen aufgrund der besonderen Merkmale von KMU. Der  Abschlussprüfer steht vor der Herausforderung, die Anforderungen gemäß IDW PS 350 n. F. zu beachten und dabei Skalierungsmöglichkeiten umzusetzen.