WPg 19.2019, S. 1054

Erfahrungen eines weltweit tätigen Multi-PIE-Konzerns mit dem Ausschreibungsverfahren gemäß EU-Abschlussprüferverordnung
Von Thorsten Irblich, Dr. Stephan Jacob und Tanja Cebulla-Voges

Die Volkswagen AG, Wolfsburg, ist das Mutterunternehmen eines Konzerns mit einer Vielzahl von Unternehmen von öffentlichem Interesse (englisch „Public Interest Entities“, kurz „PIE“) in verschiedenen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (kurz „EU“) sowie mit weiteren Tochtergesellschaften auf allen Kontinenten. Die Anforderungen der EU-Verordnung 537/2014 („EU Abschlussprüferverordnung“, kurz „EU-AP-VO“) nahm Volkswagen zum Anlass, die Abschlussprüfung für alle vollkonsolidierten Konzerngesellschaften zum Geschäftsjahr 2020 neu auszuschreiben. Bis Ende 2018 haben die Prüfungsausschüsse der betroffenen Konzernunternehmen von öffentlichem Interesse ihre Empfehlungen an die jeweiligen Aufsichts- oder Verwaltungsräte ausgesprochen. Über die bis dahin gesammelten Erkenntnisse und gemachten Erfahrungen soll an dieser Stelle berichtet werden.