WPg 15.2020, S. 914

Auswirkungen von COVID-19 auf die Unternehmensbewertung
Von WP StB Prof. Dr. Marc Castedello und Dr. Andreas Tschöpel, CVA CIIA CEFA

Der Beitrag beleuchtet die konzeptionell zu erwartenden Auswirkungen von COVID-19 auf Unternehmensbewertungskalküle bei verschiedenen Bewertungsanlässen. Unterschieden wird zwischen Anlässen, die sich preisorientierter Kalküle wie dem Fair Value bedienen, und Anlässen, die auf wertorientierten Kalkülen wie der objektivierte Unternehmenswert und der Value in Use basieren. Während in preisorientierten Kalkülen überwiegend von negativen Wertauswirkungen ausgegangen werden kann, ergibt sich bei wertorientierten Kalkülen ein differenziertes Bild. Dieses resultiert im Wesentlichen aus den unterschiedlichen Auswirkungen auf die Überschüsse der Unternehmen, während die Kapitalkosten insgesamt relativ stabil bleiben. Der Beitrag richtet sich an Unternehmensbewerter, Rechnungsleger sowie M&A-Spezialisten.