WPg 12.2020, S. 707

Berichterstattung von Aufsichtsrat und Vorstand  „Der Ton macht die Musik“: eine textimmanente Analyse
Von Melina Heilmann, M.Sc., Michelle Höfmann, M.Sc., und Prof. Dr. Christiane Pott

Die qualitative Berichterstattung gewinnt für Kapitalmarktteilnehmer zunehmend an Relevanz. So rücken auch der Bericht des Aufsichtsrats sowie der Brief des Vorstands als Elemente guter Corporate Governance verstärkt in den Fokus von Investoren. Für eine wirkungsvolle Kommunikation ist dabei nicht nur die inhaltliche Komponente von Bedeutung, sondern auch ein adressatenorientierter und verständlicher Sprachgebrauch. Mithilfe textanalytischer Verfahren werden diese Berichtsinstrumente hinsichtlich ihrer Länge, Verständlichkeit sowie Stimmung im Zeitablauf analysiert und verglichen. Die Ergebnisse der Untersuchung decken Unterschiede in der konkreten Ausgestaltung sowie Verbesserungspotentiale bei der sprachlichen Umsetzung auf.