WPg 11.2019, S. 612

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte (KAM) bei den von der EZB direkt beaufsichtigten Kreditinstituten
Von WP StB Wolfgang Weigel und StB Prof. Dr. Edgar Löw

Die im Jahre 2010 von der EU-Kommission als Reaktion auf die Finanzmarktkrise in Gang gesetzte EU-Abschlussprüferreform wurde im Jahre 2014 mit Veröffentlichung der europäischen Abschlussprüfer-Verordnung sowie der geänderten Abschlussprüfer-Richtlinie abgeschlossen. Die Umsetzung der europäischen Vorgaben erfolgte in Deutschland im Abschlussprüferaufsichtsreformgesetz vom März 2016. Für das Geschäftsjahr 2017 liegen erstmals europaweit Bestätigungsvermerke vor, die die entsprechenden Anforderungen der Abschlussprüfer-Verordnung umfänglich erfüllen. Im Folgenden werden die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters) in den Abschlüssen europäischer Kreditinstitute, die direkt von der Europäischen Zentralbank beaufsichtigt werden, untersucht. Diese Untersuchung ergänzt die in WPg 2019, S. 571, vorgelegte Analyse der besonders wichtigen Prüfungssachverhalte bei den zwanzig größten europäischen Kreditinstituten (gemessen an der Bilanzsumme).