WPg 10.2019, S. 538

Neuerungen beim Auftragsbestätigungsschreiben - Beauftragung des Abschlussprüfers (Übergang von IDW PS 220 auf ISA [E-DE] 210)
Von WP StB Dr. Wolf-Michael Farr 

Ein erster und wichtiger Schritt bei der Abschlussprüfung ist die wirksame und haftungsvermeidende Beauftragung des Abschlussprüfers. Einschlägig ist hier IDW PS 220, der ab dem Geschäftsjahr 2021 von ISA [DE] 210 abgelöst werden soll. Für die Beauftragung verwenden Wirtschaftsprüfer zumeist ein standardisiertes Auftragsbestätigungsschreiben (z. B. Musterschreiben des IDW). Derzeit gibt es vor allem fünf Gründe für die Überarbeitung des Auftragsbestätigungsschreibens, nämlich die Vereinbarung des Haupt-Ansprechpartners, die eindeutig abgegrenzten lageberichtsfremden Angaben, die Entbindung von der Verschwiegenheitspflicht bei „Sonstigen Informationen“ nach ISA [E-DE] 720 (Revised), die personenbezogenen Daten (Datenschutzhinweis nach Art. 13 DSGVO) sowie die geldwäscherechtlichen Identifizierungspflichten nach § 11 GwG. Jeder Abschlussprüfer muss entscheiden, welche dieser Neuerungen im Auftragsbestätigungsschreiben bei seinen konkreten Aufträgen zu berücksichtigen sind. Auf eventuelle Besonderheiten bei der Prüfung von Unternehmen von öffentlichem Interesse, Kreditinstituten und Versicherungsunternehmen sowie von Konzernabschlüssen wird an dieser Stelle nicht eingegangen.