WPg 1.2020, S. 44

Das neue Geschäftsgeheimnisschutzrecht
Von RA Dr. Timo Hermesmeier

Dieser Beitrag erläutert die wesentlichen Neuregelungen des am 26.04.2019 in Kraft getretenen Geschäftsgeheimnisschutzgesetzes und leitet daraus Handlungsempfehlungen ab, welche Vorkehrungen Unternehmen im
Allgemeinen und WP/vBP bzw. WPG/BPG im Besonderen treffen müssen, um ihre Geschäfts- und Mandatsgeheimnisse angemessen zu schützen. Besonderes Augenmerk wird auf die sogenannte Whistleblower-Regelung gelegt. Zum einen sind berufsrechtliche Besonderheiten zu beachten, die sich aus der Stellung des WP/vBP als Berufsgeheimnisträger ergeben. Zum anderen bestehen Interdependenzen mit der Richtlinie der EU-Kommission zum Schutz von Whistleblowern sowie dem offiziell bis dato noch nicht veröffentlichten Referentenentwurf des BMJV zum Verbandssanktionengesetz. Diese haben zwangsläufig Auswirkungen auf die Compliance- Organisation der Unternehmen im Hinblick auf interne Whistleblower-Meldesysteme und verbandsinterne Untersuchungen (Internal Investigations).