WPg 1.2020, S. 2

Audit Clouds – Akzeptanz cloudbasierter Geschäftsmodelle in der Wirtschaftsprüfung
Von Prof. Dr. Oliver Thomas, WP StB Melanie Sack, Johannes Langhein, M.Sc., WP StB Andreas Pöhlmann,
Dipl.-Inform. Thomas Feld, Florian Remark, M.Sc., und Jonas Rebstadt, M.Sc.

Innovative IT-Lösungen wie das iPhone, Netflix, WhatsApp oder Google Maps haben unseren Alltag maßgeblich verändert. Gemein ist diesen Lösungen, dass sie neben ihrer fortschrittlichen Technologie auch eine hohe Akzeptanz bei den Nutzern erlangt haben. Dem gegenüber steht allerdings eine weitaus höhere Zahl an Technologien, die dem Markt zwar mit hohen Ambitionen präsentiert wurden, sich dort aber unter anderem mangels durchgängiger Nutzerakzeptanz als Misserfolg herausstellten. Der Selektionsprozess von digitalen Anwendungen ist im Business-to-Consumer-Bereich (B2C) zwar bereits weit fortgeschritten, im Business-to-Business-Bereich (B2B) sind für zahlreiche Produktinnovationen aber viele Fragen noch ungeklärt. Dies trifft auch zu für die Nutzung der Cloud-Technologie durch Wirtschaftsprüfer und damit verbundene Fragen, welche Geschäftsmodelle bevorzugt werden und wie künftig prüfungsbezogene Cloud-Services gestaltet sein könnten. Um Erkenntnisse zu diesen Fragen und zur allgemeinen Akzeptanz cloudbasierter Geschäftsmodelle im Berufsstand der Wirtschaftsprüfer zu gewinnen, hat die Universität Osnabrück in Kooperation mit dem IDW eine Studie durchgeführt, die sowohl angewandt explorativ als auch auf der Basis eines wissenschaftlichen Technologieakzeptanzmodells ausgewertet wurde. Die Ergebnisse der Studie werden in der WPg in zwei Teilen präsentiert. Erste explorative Analyseergebnisse wurden bereits in WPg 2019, S. 964, veröffentlicht. Der vorliegende Beitrag präsentiert die Ergebnisse der Akzeptanzanalyse, angereichert um eine qualitative Analyse von Freitext-Antworten. Die gesamte Studie wurde anlässlich der 61. IDW Arbeitstagung in Baden-Baden im November 2019 veröffentlicht und ist für Mitglieder des IDW kostenlos im Internet abrufbar.