IDW Stellungnahme zum Referentenentwurf eines Abschlussprüfungsreformgesetzes (AReG)

03.06.2015

In unserer Stellungnahme heben wir hervor, dass wir die Ausübung der Wahlrechte zur externen Rotation und zur Erlaubnis von Steuerberatungs- und Bewertungsleistungen für besonders wichtig erachten. Auch das Ziel einer 1:1-Umsetzung europarechtlicher Vorgaben begrüßen wir.

Möglichkeiten zur Verbesserung des AReG sehen wir bei der Berichterstattung des Abschlussprüfers: Das im AReG vorgeschlagene Berichtsmodell aus Prüfungsbericht und Bestätigungsvermerk ist unserer Ansicht nach noch nicht konsistent und sollte adressatenorientierter fortentwickelt werden. Einen einheitlichen Bestätigungsvermerk lehnen wir ab, Informationen über bedeutsame Prüfungsschwerpunkte sollten bei der Prüfung von Unternehmen, die nicht im öffentlichen Interesse stehen, im Prüfungsbericht gegeben werden.

Ebenfalls kritisch sehen wir die sehr weite Berichtspflicht des Prüfungsausschusses an die Prüferaufsicht. Diese ist "Zündstoff" im Zusammenspiel mit den im Referentenentwurf eines APAReG vorgesehenen Sanktionsmöglichkeiten gegen Aufsichtsräte. Schließlich regen wir eine Ergänzung des § 256 AktG an, um sicherzustellen, dass Verstöße etwa gegen das Verbot von Beratungsleistungen nicht zur Nichtigkeit des Jahresabschlusses führen.

  • IDW Schreiben vom 02.06.2015 an das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (Download)


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