Rotation in der Wirtschaftsprüfung
24.05.2012
Der Lehrstuhl für Rechnungswesen, Wirtschaftsprüfung und Controlling an der Mercator School of Management (Universität Duisburg-Essen) sieht in der Beobachtung des deutschen Prüfungsmarktes einen seiner Forschungsschwerpunkte. Unter der Leitung von Prof. Dr. Annette G. Köhler veröffentlichte der Lehrstuhl bereits mehrfach Studien dazu (BB 2011, Heft 32, S. VI f., BB 2010, Heft 40, S. VI f. und DB 2011, S. 773 ff.).
Eine Szenarioanalyse über eine Pflichtrotation auf dem deutschen Prüfungsmarkt wurde kürzlich in der Zeitschrift "Die Wirtschaftsprüfung (WPg)" veröffentlicht. Der Beitrag zeigt auf der Basis öffentlich verfügbarer Daten im Kontext von Prüferwechseln der vergangenen Jahre, wie sich die Struktur des Marktes für Abschlussprüfungen infolge dieser Prüferwechsel verändert hat.
Eine Extrapolation dieser Entwicklung veranschaulicht exemplarisch, welche Auswirkungen eine Pflichtrotation auf die Marktstruktur haben könnte. Die Ergebnisse zeigen, dass unter der Annahme unveränderten Verhaltens der Anbieter und Nachfrager gesetzlicher Abschlussprüfungen die Non-Big4-Gesellschaften ein Verlust von rund einem Drittel ihres Honorarvolumens und rund einem Fünftel ihrer Mandate erwarten dürfte.
Der vollständige Beitrag kann über die Website der WPg heruntergeladen werden (Link).

