WPg 2012, S. 477 bis 481

Von Prof. Dr. Annette G. Köhler

Pflichtrotation auf dem deutschen Prüfungsmarkt – Eine Szenarioanalyse

Die Diskussion um die möglichen Vor- und Nachteile einer pflichtmäßigen Rotation der Wirtschaftsprüferpraxis, die die gesetzliche Abschlussprüfung durchführt, nach einer bestimmten Zahl von Jahren reißt nicht ab. Dabei stehen vor allem Argumente in Bezug auf die Stärkung der Unabhängigkeit und Argumente in Bezug auf die Beeinträchtigung der Kompetenz und Erfahrung des Abschlussprüfers einander gegenüber. In diesem Beitrag wird auf Basis öffentlich verfügbarer Daten im Kontext von Prüferwechseln der vergangenen Jahre in Deutschland gezeigt, wie sich die Struktur des Marktes für Abschlussprüfungen infolge von Prüferwechseln verändert hat. Eine Extrapolation dieser Entwicklung der Prüferwechsel veranschaulicht exemplarisch, welche Auswirkungen eine Pflichtrotation auf die Marktstruktur haben könnte. Die Ergebnisse zeigen, dass unter der Annahme unveränderten Verhaltens der Anbieter und Nachfrager gesetzlicher Abschlussprüfungen die Non-Big4-Gesellschaften ein Verlust von rund einem Drittel ihres Honorarvolumens und rund einem Fünftel ihrer Mandate erwarten dürfte.

Autorenangaben

Prof. Dr. Annette G. Köhler
Inhaberin des Lehrstuhls für Rechnungswesen, Wirtschaftsprüfung und Controlling an der Mercator School of Management – Fakultät für Betriebswirtschaftslehre, Universität Duisburg-Essen

Vollständiger Beitrag (PDF)


Die praxisnahe Fachzeitschrift

...für Prüfung, Rechnungslegung und Beratung
...mit renommierten Autoren und fundierten Analysen zu IDW Verlautbarungen
...alle 2 Wochen aktuell
Bestellformular
Leseprobe

Mediadaten

Die genauen Anzeigenformate und Anzeigenpreise finden Sie in den Mediadaten 2013.

BilMoG

Aktuelle Fachpublikationen zum BilMoG aus dem IDW Verlag