WPg 6/2009, S. 373 bis 381
Alexander Halberstadt, Prof. Dr. Caren Sureth und Armin Voß
Der Einfluss der Abgeltungssteuer auf die Vorteilhaftigkeit von Anlagen in Genussscheine und Aktien
Seit dem 01.01.2009 wird auf Einkünfte aus Kapitalvermögen, beispielsweise auf Dividenden, Zinsen und Gewinne aus der Veräußerung von Kapitalanlagen, eine abgeltende Kapitalertragsteuer in Höhe von 25 % erhoben. Zu den betroffenen Anlageformen gehören Genussscheine, bei denen aufgrund ihrer typischen Ausgestaltung eine hohe jährliche Dividendenzahlung angestrebt wird, sowie Aktien, bei denen häufig das Ziel, Kursgewinne zu realisieren, verfolgt wird. Gleichzeitig ziehen Investoren üblicherweise sichere Gewinnausschüttungen unsicheren Kurswertsteigerungen, die in späteren Jahren erwartet werden, vor. Aus steuerlicher und finanzwirtschaftlicher Sicht stellt sich die Frage, unter welchen Bedingungen diese Beteiligungsformen eine vorteilhafte Form der Kapitalanlage darstellen. In dem vorliegenden Beitrag werden die wichtigsten Einflussfaktoren unter Sicherheit und Unsicherheit identifiziert und in Abhängigkeit von diesen die Vorteilhaftigkeit von Genussscheinen und Aktien, vor dem Hintergrund der seit 2009 in Kraft getretenen Abgeltungssteuer, einander gegenübergestellt.
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